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Promotion (Doktor)
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Die Promotion ist in Deutschland eine akademische Prüfung, die die Befähigung zu eigenständiger Forschung an einer wissenschaftlichen Hochschule oder einer vergleichbaren Einrichtung nachweist. Sie ist in Deutschland eine Voraussetzung für die Habilitation oder für die Beschäftigung als Professor oder zunächst als Professor. In Österreich versteht man unter Promotion lediglich die feierliche Verleihung des Doktorgrades, nicht eine Prüfung oder das Doktoratsstudium selbst.
Zweck der Promotion ist es, die Fähigkeit zur wissenschaftlichen Arbeit am Beispiel der Bearbeitung eines Spezialgebiets zu belegen. Im Gegensatz dazu weist die nach der Promotion mögliche Habilitation die Fähigkeit nach, das gesamte Fachgebiet auf hohem Niveau in Forschung und Lehre zu vertreten.
Allgemeines
Die Promotion wird eingeleitet, nachdem der Doktorand eine Doktorarbeit (Dissertation) vorgelegt hat. Diese Arbeit ist eine wissenschaftliche Textarbeit, die eine eigenständig erbrachte, mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen abschließende Forschungsleistung dokumentiert. Nach Annahme der Dissertation durch die Fakultät (Hochschule) bzw. durch eine von ihr eingesetzte Kommission erfolgt eine mündliche Prüfung (Rigorosum) oder ein wissenschaftliches Streitgespräch (Disputation). Diese mündliche Verteidigung seiner Doktorarbeit ist in aller Regel öffentlich und wird vor Hochschullehrern und ggf. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens abgelegt. Das Promotionsverfahren ist nach der Gesamtbewertung abgeschlossen; meist ist der Doktorand allerdings erst berechtigt, den Doktortitel zu führen, nachdem er die Publikation seiner Dissertation nachgewiesen hat. Zum Verfahren muss auf die individuellen Promotionsordnungen der jeweiligen Fakultäten hingewiesen werden.
Ablauf
Der Ablauf eines Promotionsverfahrens wird in der Prüfungsordnung des zuständigen Fachbereiches festgelegt. In der Regel enthält er die folgenden Schritte:
» Geeigneter Studienabschluss (in der Regel gutes bis sehr gutes Examen),
» Wahl eines Betreuers ("Doktorvater oder Doktormutter"),
» Anmeldung des Promotionsvorhabens beim Promotionsausschuss einer Fakultät (Hochschule) an einer Universität,
» Annahme als Promotionsstudent,
» Anfertigung der Dissertation. Dies nimmt in der Regel zwei bis fünf Jahre in Anspruch. Das fertige Werk umfasst je nach Fachrichtung zwischen 25 und mehreren hundert Textseiten. In dieser Zeit sind unter Umständen:
» * Doktorandenseminare ("Oberseminare") zu besuchen,
» * Fachpublikationen zu veröffentlichen.
» Einreichen der Dissertation beim Promotionsausschuss,
» Erstellung von Gutachten durch die Opponenten,
» Mündliche und öffentliche Verteidigung (Disputation) oder Rigorosum,
» Vorbereitung der Doktorarbeit zur wissenschaftliche Publikation,
» Einholung der Druckgenehmigung (Imprimatur), sofern noch nicht erteilt (bei theologischen Arbeiten muss eventuell noch eine kirchliche Billigung eingeholt werden [Nihil obstat, lat. 'Nichts steht im Weg']),
» Publikation einschließlich Ablieferung von Pflichtexemplaren bei den Bibliotheken. Einige Fakultäten erlauben auch die Veröffentlichung der Dissertation durch Publikation im Internet.
Bewertung
Die Gesamtbewertung der Promotionsleistung erfolgt häufig mit lateinischen Noten:
» summa cum laude - 'mit höchstem Lob'
» magna cum laude - 'mit großem Lob'
» cum laude - 'mit Lob'
» rite - 'ausreichend'
» non rite oder insufficienter - 'ungenügend' (durchgefallen)
Zusätzlich kann die Arbeit ein Prädikat erhalten. Auch hierfür gibt es lateinische Noten:
» opus eximium - 'außerordentliche Arbeit' (wird selten vergeben und ist auch in manchen Promotionsordnungen nicht vorgesehen)
» opus valde laudabile - 'sehr gute [lobenswerte] Arbeit'
» opus laudabile - 'gute [lobenswerte] Arbeit'
» Thesis - Netzwerk für Promovierende und Promovierte e.V.
» Leitfaden zum Doktorhut
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