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Resultate zum Thema: Äquivalentdurchmesser

Äquivalentdurchmesser

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Der Äquivalentdurchmesser (v. Latein: aequus = gleich + valere = wert sein) ist ein Maß für die Größe eines unregelmäßig geformten Partikels wie beispielsweise eines Sandkorns. Er berechnet sich aus dem Vergleich einer Eigenschaft des unregelmäßgen Teilchens mit einer Eigenschaft eines regelmäßig geformten Teilchens.
Je nach Auswahl der zum Vergleich herangezogenen Eigenschaft unterscheidet man verschiedene Äquivalentdurchmesser. Der Äquivalentdurchmesser ist eine wichtige Größe in der mechanischen Verfahrenstechnik.

Möchte man zusätzlich zur Größe eines Teilchens auch noch Informationen über die Teilchenform berücksichtigen, so kann man anhand mehrerer Äquivalentdurchmesser sogenannte Formfaktoren definieren.

Geometrische Äquivalentdurchmesser


Einen geometrischen Äquivalentdurchmesser erhält man durch Bestimmung des Durchmessers einer Kugel mit gleicher geometrischer Eigenschaft (Oberfläche oder Volumen) wie das unregelmäßig geformte Partikel.

Volumenäquivalenter Kugeldurchmesser

Der volumenäquivalente Kugeldurchmesser (Formelzeichen x_v) gibt den Durchmesser einer Kugel mit gleichem Volumen an wie das betrachtete Teilchen. Für einfache geometrische Körper (Geometrie) kann x_v leicht berechnet werden:

» Würfel (Geometrie): Das Volumen eines Würfels mit Kantenlänge a ist V=a^3. Durch Gleichsetzen mit dem Volumen V=frac{pi}{6}x_v^3 einer volumsgleichen Kugel mit Durchmesser x_v erhät man für den Äquivalentdurchmesser

:x_v=sqrt[3]{frac{6}{pi}}cdot aapprox 1.241cdot a

» Oktaeder: Ein Oktaeder mit Kantenlänge a besitzt das Volumen V=frac{a^3sqrt{2}}{3}, daraus ergibt sich ein Äquivalentdurchmesser von

:x_v=sqrt[3]{frac{2sqrt2}{pi}}cdot aapprox 0.9656cdot a

» Tetraeder: Für das Tetraeder mit V=frac{a^3sqrt2}{12} ergibt sich analog

:x_v=sqrt[3]{frac{sqrt2}{2pi}}cdot aapprox 0.6083cdot a

Oberflächenäquivalenter Kugeldurchmesser

Analog zum volumenäquivalenten Kugeldurchmesser ist der oberflächenäquivalente Kugeldurchmesser (Formelzeichen x_s) als der Durchmesser einer Kugel definiert, die dieselbe Oberfläche besitzt wie das untersuchte Teilchen. Auch hier lässt sich unter Zuhilfenahme der Formel für die Kugeloberfläche S=pi x_s^2 für einfache geometrische Körper ein Äquivalentdurchmesser berechnen:

» Würfel (Geometrie): Mit S=6a^2 erhält man

:x_s=sqrt{frac{6}{pi}}cdot aapprox 1.382cdot a

» Oktaeder: Über die Oberfläche S=2sqrt3a^2 ergibt sich

:x_s=sqrt{frac{2sqrt3}{pi}}cdot aapprox 1.050cdot a

» Tetraeder: Die Oberfläche des Tetraeders ist S=sqrt3a^2, damit wird

:x_s=sqrt{frac{sqrt3}{pi}}cdot aapprox 0.7425cdot a

Physikalische Äquivalentdurchmesser


Vergleicht man physikalische Eigenschaften des Teilchens wie bspw. die Sinkgeschwindigkeit in einer Flüssigkeit, den Widerstand in einem elekrischen Feld oder die Streulichintensität, so spricht man von physikalischen Äquivalentdurchmessern.



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