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Digitalisierung
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Der folgende Artikel befasst sich mit der Digitalisierung in der Datenverarbeitung. In der Medizin hat der Begriff die Bedeutung im Sinne von "Verabreichung eines Fingerhüte-Präparats". Zu den technischen Anwendungen des Digitalisierens zur Erfassung physischer Objekte sind Informationen unter Reverse Engineering (Digitalisieren) zu finden
Digitalisierung ist die Umwandlung (Codierung) von Schrift, Bild, Ton oder jeder anderen Art analoger (stufenloser) Signale in digitale (schrittweise, ziffernmäßige) Form.
Wortherkunft: lat. digitus: Finger ; [tech.] im übertragenen Sinn: das mit den Fingern Abgezählte, nämlich die Ziffer.
Digitalisierte Signale können nur endlich viele Zustände einnehmen, nämlich soviele, wie das zu Grunde liegende Zahlensystem an Ziffern verfügt.
Meist geschieht eine schrittweise Zerlegung in eine Reihe von dyadischen (zweiwertigen) Zuständen, "Ja-Nein-Werten", Null und Eins, Ein und Aus etc. Erst durch Zusammensetzung mit anderen Basis-Zustandseinheiten, z.B. Bit (= binäre Ziffer; engl. binary digit) oder Pixel (= picture element) kann eine größere Datenmenge abgebildet und durch Verfeinerung eine Annäherung an das ursprünglich analoge Signal erreicht werden.
Mit der Digitalisierung von analogen Signalen (z. B. Musik) werden stufenlose Übergänge in Wertdiskret und zeitdiskrete (= abgestufte) Zahlenfolgen umgewandelt. Dies geschieht technisch mit einem Analog-Digital-Umsetzer Analog-digital-Umsetzer. In der Signalverarbeitung geschieht dies oft zur digitalen Verarbeitung von Signalen, die anschließend mit Hilfe eines Digital-Analog-Umsetzers (DAC) wieder in analoge Form zurückverwandelt werden.
Die Unterscheidung zwischen analog und digital enthält keine qualitative Aussage über die Bedeutung der Daten (= Semantik) und ihre Bewertung durch Menschen (= Information). Die Genauigkeit der Digitalisierung (Auflösung und Abtastrate) bestimmt, welcher Anteil eines analogen Signals in die digitale Welt übernommen wird.
Abgesehen von den inzwischen so gut wie ausgestorbenen Analogcomputern können Computer nur mit digitalen Signalen umgehen.
Eine historisch frühe Digitalisierung war das Morsecode (ab 1837). Text wurde in Morsecode gewandelt, übertragen, und wieder zurück in Text verwandelt. Dies funktionierte auch bei technisch ungünstigen Bedingungen per Lichtsignal und Schall (Funk, Telefon, Telegraphie). Später folgten Fernschreiber (u.a. unter Verwendung des Baudot-Code), Telefax, E-Mail.
In der Bibliothekfachsprache bezeichnet man das digitalisierte Objekt als Digitalisat (analog zum Katalogisat).
Siehe auch: Retrodigitalisierung, Digitales Vergessen
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